Passkeys

SMS-OTPs sind langsam, phishing-anfällig und passen nicht zur erwarteten Authentifizierung. Passkeys ersetzen sie durch Biometrie: schneller, sicherer, direkt im Gerät Ihrer Kund:innen. 
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Was sind Passkeys, und warum sich das ändern muss? 

SMS-OTPs waren vor 15 Jahren sinnvoll. Heute kosten sie Conversion, schaffen Phishing-Risiko und bleiben hinter der Regulierung zurück. Passkeys sind das Upgrade: FIDO2-zertifiziert, für Zahlungen. 
Tempo

SMS-OTP-Authentifizierung dauert 20 bis 45 Sekunden: das Warten auf die SMS, der App-Wechsel, die manuelle Eingabe. Passkey-Authentifizierung dauert 3 bis 8 Sekunden. Eine andere Kategorie von Erfahrung, und ein anderes Conversion-Ergebnis. 

Sicherheit

Passwörter und SMS-Codes lassen sich phishen. Ein Passkey ist kryptografisch an die Domain Ihres Dienstes gebunden und funktioniert auf einer gefälschten Website nicht. Phishing-resistent per Design. Quelle: FIDO Alliance, Passkey Index 2025: 93 % Login-Erfolg vs. 63 % bei traditionellen Methoden. 

Regulierung

Die PSD2-Anforderungen zum Dynamic Linking werden durch Secure Payment Confirmation (SPC) erfüllt. PSD3 geht in dieselbe Richtung weiter. Wer jetzt vorausdenkt, muss beim nächsten Mandat nicht nachbessern. Quelle: EMVCo White Paper zu FIDO-Daten in 3DS (2026), W3C-SPC-Empfehlung. 

Vorteile unserer Passkeys-Lösung

Passkeys lösen unterschiedliche, aber gleich wichtige Probleme für Issuer, PSPs, Zahlungsnetzwerke und Händler:innen.
Issuer: SMS-OTP in 3DS ersetzen

SMS-Einmalpasswörter in EMV-3DS-Challenge-Flows durch Passkey-Authentifizierung ersetzen. Kund:innen authentifizieren sich biometrisch, statt auf SMS-Codes zu warten, das senkt die Authentifizierungszeit von 20-45 Sekunden auf 3-8 Sekunden. Weniger abgebrochene Transaktionen. Niedrigere SMS-Kosten. 

PSPs: sichere Portale, Vertrauenssignale

Sicherer Händlerportal-Zugriff mit phishing-resistenter Passkey-Authentifizierung. Authentifizieren Händler:innen ihre Kund:innen mit FIDO, lässt sich das als Vertrauenssignal in 3DS-Anfragen weitergeben, für mehr reibungslose Freigaben weiter unten in der Kette. 

Netzwerke: den Vorgaben voraus

Secure Payment Confirmation (SPC) und Click-to-Pay-Passkey-Integration unterstützen. Im Einklang mit der strategischen Richtung der grossen Kartennetzwerke, die aktiv passkeybasierte Authentifizierung ausrollen: den neuen regulatorischen Anforderungen voraus statt hinterher. 

Regulatorische Ausrichtung

Passkeys sind die Authentifizierungsmethode, auf die sich Regulierung und Technik zubewegen. Wer jetzt einführt, baut auf einem Fundament, das Regulatoren vorschreiben und Kartennetzwerke annehmen, nicht auf einem, das in wenigen Jahren wieder ersetzt werden muss. 

Übersicht über unsere Passkeys-Lösung

Passkeys integrieren sich an mehreren Punkten im Zahlungsablauf, jeder löst ein Problem für eine Zielgruppe. 

Vorteile unserer Passkeys-Lösung für Ihre Kund:innen

Keine Passwörter zum Merken. Kein Warten auf Codes. Authentifizierung in Sekunden, ohne Phishing-Risiko.
Kein Warten mehr auf einen Code

 

Biometrische Authentifizierung dauert 3 bis 8 Sekunden. Keine SMS zum Warten, kein Code zum Eintippen, kein App-Wechsel. Die Zahlung schliesst mit derselben Geste ab, die auch das Telefon entsperrt, die Erfahrung, die Kund:innen erwarten, jetzt endlich Realität. 

Sicher auf jedem vorhandenen Gerät

Passkeys funktionieren auf Geräten, die Kund:innen bereits besitzen: iPhone, Android, jedes moderne Gerät. Keine neue App, kein neues Konto. Eine biometrische Geste, und sie sind authentifiziert. Ihr privater Schlüssel verlässt nie das Gerät. 

Geschützt, selbst bei Geräteverlust

Passkeys synchronisieren sich sicher über Apple iCloud-Schlüsselbund oder Google Passwortmanager, mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Ein verlorenes Handy bedeutet nicht den Verlust des Zugangs. Die Wiederherstellung läuft über das Gerätekonto, nicht über einen angreifbaren Passwort-Reset. 

Wie Passkey-Sicherheit tatsächlich funktioniert 

Die Sicherheit kommt aus der Kryptografie, nicht aus einer Richtlinie: was bei Registrierung und Login passiert. 
Registrierung

Bei der Registrierung erzeugt das Gerät ein einzigartiges kryptografisches Schlüsselpaar. Der private Schlüssel bleibt sicher auf dem Gerät, nie übertragen, nirgends auf einem Server gespeichert. Der öffentliche Schlüssel wird bei Ihrem Dienst registriert. Dieses Schlüsselpaar ist einzigartig für die Kombination aus Nutzer:in, Gerät und Dienst, genau das macht es für Angreifer:innen anderswo nutzlos. 

Authentifizierung

Bei der Authentifizierung nutzt das Gerät den privaten Schlüssel, um eine Challenge des Servers zu signieren. Nutzer:innen beweisen den physischen Besitz des Geräts, bestätigt durch Biometrie (Fingerabdruck, Face ID) oder Geräte-PIN. Kein Passwort wird übertragen. Kein Code wird gesendet. Nichts wird geteilt, das abgefangen, wiederverwendet oder gephisht werden könnte. 

Synchronisation und Wiederherstellung 

Moderne Passkey-Implementierungen unterstützen die Synchronisation über das gesamte Ökosystem der Nutzer:innen, Apple iCloud-Schlüsselbund, Google Passwortmanager, mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Verliert eine Person ihr Gerät, läuft die Wiederherstellung über das Gerätekonto, nicht über einen angreifbaren Passwort-Reset. Die Sicherheit bleibt durchgehend gewahrt, weil die Schlüssel selbst bei der Synchronisation nie offengelegt werden.

FAQs

Die Fragen, die Finanzinstitute vor der Einführung von Passkey-Authentifizierung stellen, beantwortet vom Team, das sie baut.
Wie funktionieren Passkeys bei Zahlungstransaktionen?

Passkey-Authentifizierung integriert sich direkt in Transaktionsabläufe. Grosse Kartennetzwerke wie Visa und Mastercard setzen bereits aktiv auf passkeybasierte Authentifizierung und ersetzen anfällige SMS-OTPs durch phishing-resistente biometrische Authentifizierung. Für Zahlungsdienstleister, Issuer und Händler:innen bieten Passkeys mehrere Integrationspunkte im gesamten Zahlungsökosystem, von der 3-D-Secure-Authentifizierung bis zum Click-to-Pay-Checkout. 

Wie unterscheidet sich Passkey-Auth von Passwörtern?

Passwörter sind geteilte Geheimnisse: Der Server speichert eine Version Ihres Passworts, und Nutzer:innen übertragen es beim Login. Das schafft zwei Angriffsflächen: die Server-Datenbank und den Übertragungskanal. Passkeys eliminieren beide. Auf dem Server liegt nur ein öffentlicher Schlüssel, nutzlos ohne den passenden privaten Schlüssel auf dem Gerät der Nutzer:innen. Bei der Authentifizierung wird nichts übertragen ausser einer signierten kryptografischen Challenge, die sich nicht wiederverwenden oder anderswo einsetzen lässt. Ein Passkey lässt sich nicht erraten, aus einer Datenbank stehlen, phishen oder wiederverwenden. Passwörter können all das. 

Sind Passkeys sicher genug für Banking und Zahlungen?

Ja, und sie sind sicherer als die SMS-OTP-Methoden, die sie ersetzen. Der private Schlüssel verlässt nie das Gerät der Nutzer:innen. Der Passkey ist kryptografisch an die konkrete Domain des Dienstes gebunden, das macht Phishing-Angriffe strukturell unmöglich. Biometrische Verifizierung fügt einen Besitzfaktor hinzu, den ein SMS-Code nicht bietet. Grosse Kartennetzwerke setzen gerade deshalb auf passkeybasierte Authentifizierung, weil das Sicherheitsprofil stärker ist als bei bestehenden Methoden. Finanzregulatoren erkennen FIDO2-basierte Authentifizierung zunehmend als Erfüllung der SCA-Anforderungen unter PSD2 an, PSD3 verstärkt diese Richtung weiter. 

Erfüllen Passkeys die regulatorischen Anforderungen?

Ja. Passkeys auf Basis von FIDO2 und WebAuthn sind darauf ausgelegt, die SCA-Anforderungen unter PSD2 zu erfüllen, inklusive der Dynamic-Linking-Anforderung bei Umsetzung über Secure Payment Confirmation (SPC). SPC zeigt Transaktionsdetails (Betrag, Händler, Zahlungsempfänger) direkt im biometrischen Prompt und erfüllt so die Anforderung, die Authentifizierung an die konkrete Transaktion zu binden. PSD3 dürfte die SCA-Anforderungen in genau der Richtung verschärfen, die Passkeys bereits erfüllen. Wer Passkeys jetzt einführt, baut auf einem regulatorisch abgestimmten Fundament statt später nachzurüsten. 

Wie funktionieren Passkeys mit 3-D Secure?

Passkeys integrieren sich an drei Stellen mit 3DS. Erstens als Ersatz des Challenge Flow: Verlangt der ACS eine Step-up-Authentifizierung, löst er eine Passkey-Challenge statt eines SMS-OTP aus, das senkt die Zeit von 20-45 auf 3-8 Sekunden. Zweitens über Secure Payment Confirmation (SPC): Transaktionsdetails erscheinen in einem browsernativen Passkey-Dialog, das erfüllt die Dynamic-Linking-Anforderungen. Drittens als Frictionless-Signal: Nutzen Händler:innen Passkeys für den Login, lässt sich das in der 3DS-Anfrage weitergeben, damit Issuer ohne Challenge freigeben können. Der 3DS Passkey Server von G+D Netcetera übernimmt den ersten und dritten Fall, SPC läuft auf Browserebene. 

Was passiert, wenn Kund:innen ihr Gerät verlieren?

Passkeys unterstützen die Kontowiederherstellung über das Ökosystem-Konto der Nutzer:innen: Apple-ID, Google-Konto, Microsoft-Konto. Passkeys lassen sich über die Geräte einer Person synchronisieren, über Plattform-Schlüsselbunde (iCloud-Schlüsselbund, Google Passwortmanager) mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, der Verlust eines Geräts bedeutet also nicht den Verlust aller Passkeys. Für Finanzinstitute lassen sich Wiederherstellungsabläufe an bestehende Identitätsprüfungen anpassen: Die Passkey-Registrierung wird nach bestätigter Identität neu aufgesetzt, ohne einen angreifbaren Passwort-Reset. Die privaten Schlüssel selbst werden bei Synchronisation oder Wiederherstellung nie offengelegt. 


Weiterführende Ressourcen

Erfahren Sie mehr über unsere Passkeys-Lösung
Webinar: Die nächste Generation der Authentifizierung

Erfahren Sie, wie führende Finanzinstitute Passkeys einführen, regulatorische Anforderungen meistern und die Ergebnisse messen.
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Podcast: Passkeys? Was ist das?

Erfahren Sie, wie Passkeys funktionieren, warum sie die Sicherheit erhöhen und wie sie bessere Kundenreisen sowie höhere Konversionsraten ermöglichen.
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